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AIDS 2010 - DAS KULTURPROGRAMM
Unter dem Motto "Menschenrechte hier und jetzt" tagt in Wien von 18. bis 23. Juli AIDS 2010, die weltweit bedeutendste Konferenz zum Thema HIV/AIDS. Eine große Anzahl von Wiener Kunstschaffenden und Kulturinstitutionen unterstützt in Eigeninitiative die Anliegen von AIDS 2010 mit eindrucksvollen Veranstaltungen. So entstand für den Zeitraum Mai bis Juli ein umfangreiches Kulturprogramm im Zeichen des "Red Ribbon".
Wie z.B.:
Kiss@Belvedere: Kuss für die ganze Welt Als Repräsentantin der KünstlerInnen und Kulturinstitutionen, die sich am Kulturprogramm beteiligen, trat Dr.in Agnes Husslein-Arco, Direktorin des Belvedere, auf. Ihr Haus wird einen besonders spektakulären Beitrag liefern und sucht dazu AkteurInnen: Im Garten des Belvedere soll sich am 21. Juli um 18.00 Uhr ein rieseiges "lebendes Red Ribbon-Zeichen" formieren, bestehend aus Menschen, die jemanden küssen, den sie lieben. Die Aktion wird fotografisch und filmisch festgehalten werden. Husslein-Arco: "Kiss@Belvedere ist nicht nur Titel dieser Aktion, sondern gleichzeitig auch unser Aufruf an alle, aktiv daran teilzunehmen und so symbolisch ihre Solidarität im Kampf gegen AIDS zu bekunden. Zur Erinnerung erhalten alle registrierten Mitwirkenden ein offizielles Foto von diesem, der ganzen Welt geschenkten Kuss und die ersten tausend im Garten Eintreffenden das Kiss@Belvedere T-Sirt von Designer La Hong."
Quelle: www.wien.at |
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NEUE HOFFNUNG AUF IMPFSTOFF GEGEN HIV
US-amerikanische Wissenschaftler sind laut eigenen Angaben dem Verständnis einen Schritt näher gekommen, warum manche Menschen über einen natürlichen Schutz gegen HIV verfügen. Die Teams des Massachusetts Institute of Technology MIT und der Harvard University gehen davon aus, dass jene wenigen Menschen bei denen Aids sehr langsam entsteht, über weiße Blutkörperchen verfügen, die das Virus besser bekämpfen können. Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Forschungsergebnisse könnten einen Beitrag zu den internationalen Anstregungen zur Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs gegen Aids leisten. Die Wissenschaftler Arup Chakraborty (MIT) und Bruce Walker (Harvard University) gehen allerdings auch davon aus, dass ein derartiger Impfstoff erst in wenigstens zehn Jahren zu erwarten ist.
Die aktuellen Forschungsergebnisse beziehen sich auf die so genannten Elite- Controller, jene kleine Gruppe von Menschen, die bei einer Infektion nur sehr langsam oder gar nicht an Aids erkranken. In den späten neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde entdeckt, dass diese Menschen – rund einer von 200 Infizierten – mit HLA B57 über ein spezifisches Gen verfügen. Jetzt wurde herausgefunden, dass dieses Gen dem Körper ermöglicht, stärkere Killer-T-Zellen zu bilden. Dieser Typ weißer Blutkörperchen bekämpft Infektionen. Damit scheint es möglich zu sein, das Virus unter Kontrolle zu halten. Diese Menschen sind allerdings auch anfälliger für Autoimmunerkrankungen.
Die aktuelle Studie basiert auf einem Computer-Modell das zeigt, wie Immunzellen sich im Thymus entwickeln. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ihre Forschungsergebnisse einen Einfluss auf die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes haben können. Denkbar sind Impfstoffe, die die gleiche Reaktion wie HIV bei Menschen mit einer natürlichen Immunität auslösen. Bruce Walker erklärte gegenüber der BBC, dass es von entscheidender Bedeutung sei zu verstehen, wie manche Menschen das Virus selbst kontrollieren können. Die aktuelle Studie bringe die Forschung diesem Verständnis einen Schritt näher. Arup Chakraborty ergänzte, es handle sich um ein weiteres Stück des Puzzles. Jason Warriner vom Terrence Higgins Trust berichtete, dass HIV die in Großbritannien am stärksten zunehmende schwere Erkrankung bleibe. 83.000 Menschen seien betroffen, daher sei es von entscheidender Bedeutung, dass man sich weiterhin mit Kondomen schütze. (pte)
Quelle: www.hivnachrichten.com
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