Umfeld

Kindergarten/Schule

Umfeld

Kindergarten und Schule

Die Eltern eines HIV-positiven Kindes sind nicht verpflichtet, die HIV-Infektion ihres Kindes bekannt zu geben. Da HIV keinesfalls über Sozialkontakte übertragen werden kann, bedeutet die Anwesenheit eines HIV-infizierten Kindes in Kindergarten oder Schule keinerlei Ansteckungsrisiko.

Grundsätzlich gilt es auch für Kinder, die bereits an AIDS erkrankt sind, denn AIDS ist eine nur bedingt meldepflichtige Krankheit. Für Kindergärten und Horte gelten jedoch Landesgesetze, die diese Frage unterschiedlich behandeln.
Für Vorarlberg, Tirol, Niederösterreich und das Burgenland gilt die Regelung, wonach die Eltern dazu verpflichtet sind, ansteckende Krankheiten (dazu gehört auch AIDS) unverzüglich an die Kindergartenleitung zu melden.
In Vorarlberg und Tirol gilt das nicht nur, wenn das Kind selbst an einer ansteckenden Krankheit leidet, sondern auch wenn eine im selben Haushalt lebende Person erkrankt ist.
In den Gesetzen der Bundesländer Salzburg, Steiermark und Kärnten fehlt ein solcher Passus.

Rechtsquellen:

  • Vorarlberger Kindergartengesetz, LGBI. Nr. 49/1991
  • Tiroler Kindergarten- und Hortgesetz, LGBI. Nr. 14/1973
  • Niederösterreichisches Kindergartengesetz 1996, LGBI. Nr. 5060/1996
  • Burgenländisches Kindergartengesetz 1995, LGBI. Nr. 63/1995
  • Salzburger Kindergartengesetz, LGBI. Nr. 81/1968
  • Steiermärkisches Kindergarten- und Hortgesetz, LGBI. Nr. 72/1991
  • Kärntner Kindergartengesetz, LGBI. Nr. 86/1992
  • Wiener Gesetz betreffend die Regelung des Kindertagesheimwesens, LGBI. Nr. 16/1977

Wenn Sie die Kindergarten- oder Schulleitung über die HIV-Infektion bzw. AIDS-Erkrankung ihres Kindes informieren, weisen Sie die verantwortlichen Personen darauf hin, daß diese Information einen Anspruch auf Geheimhaltung hat. Wenn trotz dieser Bestimmungen Informationen weitergegeben wurdn, so wenden Sie sich an einen Anwalt oder an eine der AIDS-Hilfen Österreichs.

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