Patientenrechte

Die wichtigsten Rechte als Patient:

  • Das Recht auf Selbstbestimmung. Jede ärztliche Behandlung darf nur mit Ihrer Zustimmung vorgenommen werden.
  • Das Recht auf ärztliche Aufklärung. Nur ein umfassend aufgeklärter Patient kann in eine Behandlung bzw. einen operativen Eingriff wirksam einwilligen. Der Arzt ist verpflichtet, über Diagnose, Therapie sowie Risiken bzw. mögliche Nebenwirkngen in einer für den medizinischen Laien verständlichen Form aufzuklären.
  • Das Recht auf Behandlung. Personen, die in einem aufrechten Versicherungsverhältns zu einem Krankenversicherungsträger stehen, haben im Krankheitsfall einen Leistungsanspruch.
  • Das Recht auf freie Arztwahl. Möglichkeit des Arztwechsels: Wenn Sie mit den Leistungen nicht mehr zufrieden sind, können Sie den Vertragsarzt am Ende eines jeden Quartals ohne Angabe von Gründen wechseln. Innerhalb des Quartals ist der Wechsel nur in begründeten Fällen mit Zustimmung der Krankenkasse gestattet.
  • Das Recht auf Einsicht in die Krankengeschichte. Das Einsichtsrecht ist ein höchstpersönliches Recht, das sich nur mit Zustimmung des Patienten auch auf Angehörige erstreckt.
  • Das Recht auf freie Wahl der Behandlungsmethode; insbesondere können Sie vorgeschlagene Behandlungsformen ablehnen. Sie können auch Therapiemaßnahmen verlangen, die mit einer Lebensverkürzung verbunden sind, wenn diese nicht primär den Zweck der Lebensverkürzung haben. Lediglich die direkte, aktive Sterbehilfe ist dem Arzt untersagt.
  • Das Recht eine begonnene Behandlung zu unterbrechen. Der Arzt muß Sie über die Folgen eines vorzeitigen Abbruchs oder der Missachtung von Verhaltensanweisungen aufklären.
  • Das Recht auf strikte Vertraulichkeit. Die ärztliche Verschwiegenheitspflicht ist gesetzlich verankert.
  • Das Recht auf Schadensersatz bei Behandlungsfehlern bzw. ärztlichen Kunstfehlern. Nicht jeder Misserfolg im Laufe einer Behandlung kann dem Arzt zur Last gelegt werden. Voraussetzung für eine Haftung sind u.a. neben einem Schaden auf Seiten des Patienten ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Behandlungsgefahr und Schaden sowie ein Verschulden des Arztes.

Grundlagen der Patientenrechte sind nicht nur die nationalen Rechtsordnungen wie Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch, Bundesverfassung und Ärztegesetz sowie die jeweiligen Krankenanstaltengesetze der Bundesländer, sondern auch die Normen der Internationalen Menschenrechtskonvention.

Tipp: Die Patientenanwälte beraten Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte.

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