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Red Ribbon
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Die Rote Schleife (Red Ribbon) ist das weltweite Symbol der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS-kranken Menschen.
Entworfen wurde die Rote Schleife in den 1980ern von dem New Yorker Maler Frank C. Moore, Mitglied der Künstlergruppe Visual Aids, als Reaktion auf die ersten bekanntgewordenen AIDS-Todesfälle. Ausgangspunkt war eine amerikanische Tradition, eine Stoffschleife um einen Baum zu binden, um zu zeigen, dass man an einen entfernten Freund oder Geliebten denkt. Die Farbe rot wurde laut Visual AIDS gewählt als Zeichen sowohl für Blut als auch Leidenschaft. Erstmals getragen wurde das Red Ribbon öffentlich von Jeremy Irons bei der Verleihung der Tony Awards 1991. Frank C. Moore starb 2002 im Alter von 48 Jahren in Manhattan an den Folgen von AIDS. |
Welt AIDS Tag
Der Welt-AIDS-Tag wird jährlich von der UNAIDS – der AIDS Organisation der Vereinten Nationen – organisiert und findet am 1. Dezember statt.
Der Welt-AIDS-Tag wurde erstmals 1988 von der Welt-Gesungheits-Organisation (WHO) ausgerufen und von Anfang an unter ein besonderes Motto gestellt, an dem sich die Aktivitäten der AIDS-Organisationen in den verschiedenen Ländern orientieren können. Seit 1996 wird der Welt-AIDS-Tag von der UNAIDS organisiert.
Rund um den Globus erinnern am 1. Dezember verschiedenste Organisationen an das Thema AIDS und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-Infizierten, AIDS-Kranken und den ihnen nahestehenden Menschen zu zeigen. Der Welt-AIDS-Tag dient auch dazu, Verantwortliche in Politik, Massenmedien, Wirtschaft und Gesellschaft weltweit wie daran zu erinnern, dass die HIV-AIDS-Pandemie weiter besteht.
Für die Jahre 2005 bis 2010 lautet das internationale Welt-AIDS-Tag-Motto „Stop AIDS: Keep the Promise“. Es soll Politiker in aller Welt an ihr auf der Sondersitzung der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS im Juni 2001 gegebenes Versprechen erinnern, sich national wie international stärker im Kampf gegen die weltweite HIV-/AIDS-Epidemie zu engagieren. |
LIFE BALL
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Der Life Ball - Europas größter AIDS-Charity-Event - findet jählich seit 1993 im Wiener Rathaus und seit 2000 auch am Rathausplatz statt. Das Organisationsteam hat es sich vordringlich zur Aufgabe gemacht, möglichst große finanzielle Summen zu lukrieren, die jeweils zur Hälfte nationalen Hilfsprojekten und - über Kooperationen mit internationalen Organisationen wie der American Foundation for AIDS Research (amfAR) - Menschen in den am stärksten betroffenen Gebieten der Welt zugute kommen.
Hinter dem Life Ball steht der 1992 von Gery Keszler und Dr. Torgom Petrosian gegründete gemeinnützige Verein Aids Life, der jeden Antrag sorgfältig prüft und neben der Geldervergabe auch für die inhaltliche Ausrichtung verantwortlich ist. Daneben betreibt der Life Ball gesellschaftspolitische Aufklärung und stellt die immer mehr ins Hintertreffen des Interesses geratende Thematik ins Zentrum seines Handelns.
Jährlich berichten mehr als 500 nationale und internationale Medienvertreter vom Life Ball und schärfen so das öffentliche Bewusstsein. Der ORF überträgt seit 2007 den Life Ball im Rahmen eines Themenabends live im Hauptabendprogramm.
Dieses Maximum an Aufmerksamkeit erreicht der Life Ball, indem er das Leben feiert. Ausgelassen, phantasievoll, opulent und ohne Ansehen von Alter, sozialer Herkunft oder sexueller Orientierung seiner Gäste.
Von Beginn an stellten sich weltbekannte Persönlichkeiten in den Dienst der karitativen Sache und verliehen den Betroffenen so eine symbolische Stimme. In den letzten Jahren kamen u.v.a. Sharon Stone, Sir Elton John, Catherine Deneuve, Liza Minnelli, Heidi Klum, Naomi Campbell, Randy Crawford, Kelis, Dita von Teese, The Scissor Sisters, Anastacia, Earth Wind and Fire, Kool & The Gang, die No Angels oder Simon Webbe nach Wien, um aktiv am Programm des Life Balls mitzuwirken.
Die Eröffnungszeremonie findet jeweils auf der gigantischen Red-Ribbon-Bühne vor dem Wiener Rathaus statt und ist 45.000 Besuchern gratis zugänglich, ehe es für die 4.000 Besitzer von Life Ball Karten ins Innere des Rathauses geht. Zentraler Programmpunkt jedes Life Balls ist eine Fashionshow, in der weltbekannte Designer wie bislang Thierry Mugler, John Galliano, Paco Rabanne, Donatella Versace, Jean Paul Gaultier, Vivienne Westwood, Roberto Cavalli, Gianfranco Ferré oder Angela Missoni, Diesel, Heatherette und Agent Provocateur einen Querschnitt ihres Lebenswerks zeigten und auch persönlich anwesend waren. Eine Besonderheit der Fashion-Show ist es, dass die Kreationen nicht nur von internationalen Topmodels, sondern auch von prominenten Persönlichkeiten vorgeführt werden.
Jährlich tragen hunderte ehrenamtliche Mitarbeiter zum Gelingen des Life Balls bei - und auch keiner der auftretenden Künstler, kein Celebrity und kein Model erhält eine Gage, um den Reinerlös zugunsten Betroffener nicht zu schmälern.
Bis heute ist der Life Ball die einzige AIDS-Charity weltweit, die in einem politischen Gebäude stattfindet. Die Stadt Wien fördert durch den Life Ball ihr Image als weltoffene, liberale, tolerante und sozial verantwortliche Metropole.
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Regenbogenparade
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Seit ihrer ersten Durchführung im Jahr 1996 hat sich die Regenbogenparade nicht nur zum wichtigsten Event der Lesben-Schwulen- und Transgender-Bewegung entwickelt, sondern auch zu einem bedeutenden Symbol für eine Kultur der Solidarität, Toleranz und Gleichberechtigung.
Die Idee für den Namen der Parade stammte von Mario Soldo. Die Regenbogenparade wird alljährlich Ende Juni/Anfang Juli an einem Samstag abgehalten und wird von der Stadt Wien unterstützt.
Sie führt vom Stadtpark über den Kai und Ring zum Museumsquartier, Heldenplatz oder Schwarzenbergplatz, wo die Abschlussveranstaltung stattfindet. Damit ist sie eine der wenigen Demonstrationen, die den Ring gegen den Uhrzeigersinn bzw. die Fahrtrichtung, begehen. Jährlich nehmen über 100.000 Leute als Demonstrierende oder Besuchende teil. Im Anschluss wird auf dem Heldenplatz als Abschlusskundgebung die Celebration gefeiert, bei der prominente PolitikerInnen und musikalische Showgäste auftreten.
Die Parade findet in Erinnerung an das erste Aufbegehren von Lesben und Schwulen gegen polizeiliche Willkür im Juni 1969 in der New Yorker Christopher Street statt – weshalb in vielen Ländern ähnliche Veranstaltungen auch CSD (Christopher Street Day) genannt werden.
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Christopher Street Day (CSD)
Der CSD erinnert an den ersten, bekannt gewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village:
In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 fand in der Bar Stonewall Inn der sogenannte Stonewall-Aufstand statt.
Zu dieser Zeit gab es immer wieder gewalttätige Razzien der Polizei in Kneipen mit homosexuellem Zielpublikum. Es kam in der Folge zu tagelangen Straßenschlachten zwischen Homosexuellen und der Polizei. Um des ersten Jahrestages des Aufstands zu gedenken, wurde das Christopher Street Liberation Day Committee gegründet. Seit dem wird in New York am letzten Samstag des Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert. Daraus ist eine internationale Tradition geworden, im Sommer eine Demonstration für die Rechte von Schwulen und Lesben abzuhalten. In Deutschland werden diese Demonstrationen jedes Jahr als Christopher Street Day abgehalten. | |