10 Gründe, warum die Kriminalisierung des Kontakts bzw. der Ansteckung mit HIV Frauen Schaden zufügt. 

In letzter Zeit wurden Gesetze, die den Kontakt oder die Ansteckung mit HIV kriminalisieren, in Teilen
Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und der Karibik zur Beschlussfassung vorgelegt oder beschlossen.
Gleichzeitig werden – insbesondere in Europa und Nord-Amerika – bestehende Gesetze immer öfter dazu genutzt, um Menschen strafrechtlich zu verfolgen, die andere mit HIV anstecken oder einer Ansteckung aussetzen. Zusätzlich zur Kriminalisierung der HIV-Ansteckung fordern diese Gesetze manchmal obligatorische HIV-Tests bei schwangeren Frauen, sowie die Bekanntgabe von Partnern (ohne deren Einverständnis) durch Gesundheitsdienste; was die Auswirkung solcher Gesetze auf Frauen verschärft. 

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Pressemitteilung 

Brückenschlag zwischen Ost und West auf der Welt-Aids-Konferenz gelungen

Köln, 3. August 2010. Auf der 18. Welt-AIDS-Konferenz bildeten zehn Frauen fünf Ost-West-Zwillingspaare ("Twins"). Ende Juli erlebten sie als Twinning-Projekt de Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) für eine oche gemeinsam den Kongress in Wien. Der Tagungsort für die fast 20.000 Delegierten war bewusst gewählt worden, um auf die teilweise dramatische HIV-Situation in dn Länderndes Ostens hinzuweisen. "Die Begegnungen de Twins stehen für einen gelungenen Brückenschlag zwischen Ost und West auf de Konferenz", Zieht Projektleiterin Harriet Langanke ein erstes Fazit.

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Pressemitteilung

"Kein Mensch zweiter Klasse"

 

Wiltrut Stefanek lebt seit 15 Jahren mit dem HI-Virus. Im "Netzwerk Frauen & Aids" kämpft sie gegen Diskriminierung

"Euch geht es doch gut. Ihr habt Medikamente, was wollt ihr mehr?" Diesen ode ähnliche Sätze hören HIV-Infizierte in Österreich laut Wiltrut Stefanek immer wiede von verschiedenen Seiten. Trotz Life Ball und
Welt-AIDS-Konferenz in Wien sei das Thema HIV anscheinend noch zu wenig präsent in der Öffentlichkeit.
tefanek ist die Mitbegründerin des "Netzwerks Frauen & AIDS", einem Zusammenschluss aus Frauen, die mit dem HI-Virus in Verbindung stehen.

Nicht nur HIV-positve Frauen beim Netzwerk

Dabei müssen die Frauen, die mitwirken, nicht zwingend selbst mit dem Virus infiziert sein, sondern haben oftmals Angehörige, die an AIDS erkrankt sind oder den Kampf bereits verloren haben. Manche arbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen wie z.B. Aids Hilfe, Medizin, Pharma, etc. und kennen die Wünsche und Sorgen der Menschen mit HIV deshalb aus ihrem Alltag. Mittlerweile besteht das Netzwerk aus 20 bis 25 Frauen, die in ständigem Mailverkehr miteinander stehen und sich einmal im Monat zu treffen und zu thematischen Schwerpunkten diskutieren oder sich austauschen. Das Netzwerk ist für alle interessierten Frauen jederzeit offen.


Mitbegründerin ist selbst HIV-positiv

Stefanek ist 40 Jahre alt und selbst HIV-positiv. Seit 15 Jahren lebt sie mit dem Virus. Ihr Mann hatte sie damals angesteckt und zehn Jahre lang verschwiegen, dass er selbst HIV-positiv ist. Als Stefanek dann von der Infektion erfuhr, ließ sie sich testen. Im Jahr 2008, nachdem sie eine Selbsthilfegruppe leitete, sagte sie "Schluss aus, jetzt machen wir Nägel mit Köpfen" und setzte sich mit der Aids-Hilfe in Verbindung. Die Vereinigung unterstützte Stefanek schließlich und so besteht der Zusammenschluss unter den Frauen schon seit zwei Jahren. Das wichtigste Ziel ist ein Bewusstsein für die Krankheit in der Öffentlichkeit zu schaffen. Deshalb organisiert das Netzwerk immer wieder Podiumsdiskussionen, Veranstaltungen und wird auch bei der Internationalen-Aids-Konferenz im Juli in Wien vertreten sein.

 

Nebenwirkungen der Medikamente bei Frauen verstärkt

Warum es ein eigenes Netzwerk für Frauen & Aids in Österreich gibt? Noch immer gibt es keine frauenspezifische Forschung im Bereich des Virus und die Dosierung der meisten Medikamente wird ausschließlich an Männern erprobt. "Dabei funktioniert der Körper einer Frau ganz anders", sagt Stefanek. Zwar kenne sie niemanden in ihrem Bekanntenkreis, der eine Überdosierung erlitten hätte, aber die "extreme Dosierung kann sicher die Nebenwirkungen der Medikamente verstärken". Dabei müsste man zwischen kurzzeitigen Nebenwirkungen wie Kopfweh, Übelkeit, Durchfall oder Hautauschlag (Dauer: zwei bis vier Wochen) und langzeitigen Nebenwirkungen wie Fettumverteilungsstörungen, Herz- und Kreislauferkrankungen und Leberschäden unterscheiden.

 

Ärzte diskriminieren immer wieder HIV-positive Patientinnen

Zurzeit arbeitet das Netzwerk an einer Erhebung unter Frauen, die mit dem HI-Virus infiziert sind, um die Probleme, Sorgen und Wünsche der Patientinnen herauszukristallisieren und gegebenenfalls Umstände verbessern zu können. Laut Stefanek sei es nämlich noch immer so, dass "HIV-positive Frauen anonym leben und sich nicht outen". Das hänge damit zusammen, dass sie nach einem Outing sozialen und auch medizinischen Diskriminierungen ausgesetzt seien. "Es gibt noch immer Ärzte, vor allem Frauenärzte, die einer HIV-positiven Frau einen anderen Arzt empfehlen oder komisch und abwertend reagieren", sagt Stefanek, "Nur weil ich HIV-positiv bin, bin ich doch kein Mensch zweiter Klasse."

 

Patienten verleugnen oft die Krankheit

Den Fall einer HIV-infizierten Mutter, die sich zurzeit vor einem Grazer Gericht wegen Körperverletzung verantworten muss, weil sie ihrem ebenfalls HIV-positivem Kind die Behandlung verweigerte und Aids als "Lüge" bezeichnete, sieht Stefanek als "schlimm". Es gäbe auch in Wien Menschen, die sich ihrer Krankheit nicht stellen wollen. Aber auch solche, die Aids erkannten und erst nach jahrelanger Behandlung die Medikamente absetzen und sich dem Virus wieder verschlossen. "Eine meiner Freundinnen wählte diesen Weg, ich denke, dass sie aus Verzweiflung die Krankheit verleugnet hat", erzählt Stefanek und setzt nach: "Das hat sie mit dem Leben bezahlt". Um solchen Menschen zu helfen, müsse man ihnen einfach Geduld gegenüberbringen und dürfe nicht sagen "du musst die Tabletten nehmen". Vielmehr müsse man ihnen klar machen, dass "sie kostbare Zeit verspielen und sie zwingen sich in den Spiegel zu schauen, um zu erkennen, dass sie krank sind".

Link:

Netzwerk Frauen & Aids

Quelle: der Standard, Bianca Blei, derStandard.at, 9.6.2010

MENSCHENRECHTE GELTEN AUCH IN DER SEXARBEIT

Köln, Wien, 6. Juli 2010. Sexarbeit findet europaweit statt. Doch einheitlich reguliert ist sie nicht. In manchen Ländern führen restriktive Gesetze dazu, dass Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter in dr Illegalität oder in gesetzlichen Grauzonen arbeiten müssen. Weil Sexarbeit nicht überall als Arbeit anerkannt ist, werden Menschen in diesem Arbeitsbereich stigmatisiert, benacteiligt und diskriminiert. So kommt es auch immer wieder zu Menschenrectsverletzungen. Solche Menschenrechtsverletzungen werden auch Thema der internationalen Aids.Konferenz sein, die am 18. Juli in Wien beginnt.

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JUNGE EUROPÄERINNEN UND HIV - eine Herausforderung für Prävention und Menschenrechte

Köln, London, 28. Juni 2010. Sie sind jung, sie snd HIV-positiv und sie sind Europäerinnen. Zum ersten Mal wächst in Europa eine Generation junger Frauen heran, die mit HIV geboren wurden. Ein Leben ohne das Virus kennen sie nicht. Trotzdem ist HIV bei Mädchen und Frauen in Europa meist nur ein Randthema.

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Menschenrechte statt Strafrecht bei HIV

Köln, 16. Juni 2010. Diskriminierung und Stigma behindern nicht nur die Prävention von HIV. Sie führen dazu, dass grundlegende Rechte von Men­schen mit HIV verletzt werden. Immer wieder wird weltweit von Fällen berichtet, in denen Menschen mit HIV in ihrer Reisefreiheit eingeschränkt sind, strafrechtlich verfolgt werden oder Frauen mit HIV zur Abtreibung gezwungen werden.

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Pressemitteilung

Künftig mehr Möglichkeiten zum Schutz vor HIV?

Köln, 26.4.2010. „Kondome schützen“ ist ein Slogan, der seit Jahren in der Prävention von HIV verwendet
wird – und der sich auf das bewährte Männerkondom bezieht. Die Forschung arbeitet inzwischen an
weiteren Möglichkeiten, sich vor dem HI-Virus zu schützen. Unter dem Begriff neue Präventionstechniken
(NPT) werden verschiedene Verfahren zusammengefasst, die das Kondom für den Mann ergänzen
sollen...

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HIV-positive Frauen und Kinder – das Medienprojekt Lifeboat klärt auf

Köln, 7. Mai 2010. „Alles Gute zum Muttertag“ wünschen Kinder am Sonntag in vielen Ländern ihren Müttern und überreichen kleine Geschenke. Für Frauen mit HIV und einem Kinderwunsch ist dieser Tag nicht selbstverständlich. Zwar steht einem Kinderwunsch bei HIV nichts entgegen, auch dank des medizinischen Fortschritts. Doch am Stigma durch HIV hat sich nur wenig verändert.

„Dabei können Frauen mit HIV fast immer gesunde Kinder bekommen“ erläutert Ulrike Sonnenberg-Schwan, Vorsitzende von All Around Women Special (AAWS). AAWS ist als Sektion der Deutschen Aids-Gesellschaft ein wichtiger Partner für das Projekt Lifeboat.

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